4.6.2018: Vortrag "Rassistisches Recht? Rassistische Rechtsanwendung? Der Fall des „Ethnic/Racial Profiling“ und das Verbot rassistischer Diskriminierung nach dem Grundgesetz"

Ort: Hörsaal 1, Audimax, Rubenowstraße 1 Beginn: 20 Uhr c.t.

Das deutsche Grundgesetz hält im Art. 3 III 1 ein Verbot rassistischer Diskriminierung fest. Doch fristet diese Vorschrift in der Rechtspraxis seit langem ein Schattendasein – durchaus verwunderlich vor dem Hintergrund der deutschen NS-Verbrechen und der weiter zurückreichenden deutschen Kolonialgeschichte.

Im Vortrag von Tim Wihl (HU Berlin) soll an einem konkreten Beispiel erläutert werden, dass sich die Norm operationalisieren lässt – also Anwendung in gerichtlichen Verfahren finden kann. In den letzten Jahren ist es insbesondere die von Betroffenen und der Zivilgesellschaft beförderte Debatte um rassistische Polizeikontrollen gewesen, um das sog. Racial oder Ethnic Profiling, die hier Fortschritte gebracht hat. In mühsamer Kleinarbeit kann in verwaltungsgerichtlichen Prozessen erreicht werden, dass sich die Zahl solcher willkürlicher Kontrollen, nicht zuletzt durch stete Bewusstseinsbildung bei den Behörden, verringert. Dabei stellt sich nicht selten die Grundsatzfrage, ob Rechtsnormen per se rassistisch sind oder ihre rassistische Anwendung das Problem darstellt. Derzeit gibt es auch wieder regressive Tendenzen der Kriminal- und Sicherheitspolitik, die erreichte Fortschritte gefährden.

22.5.2018: Vortrag "Die Rolle der Justiz im NSU-Prozess"

Zeit und Ort: 19 Uhr im AUDIMAX HS 2, Rubenowstraße 1, Greifswald

Angesichts der nahenden Urteilsverkündung im Münchner NSU-Prozess gibt es mehr Fragen als Antworten zum NSU-Komplex. Das Netzwerk des NSU, die Rolle staatlicher Behörden und die Auswirkungen der Taten sowie der rassistisch geführten Ermittlungen für die Geschädigten und Angehörigen der Ermordeten waren kaum Gegenstand des Prozesses.

Isabella Greif und Fiona Schmidt diskutieren an den Beispielen der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat und dem NSU-Komplex den staatsanwaltschaftlichen Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt. Welche institutionellen Strukturen prägen diesen Umgang? Welche strukturellen Defizite ergeben sich daraus, die es Behörden wie der Bundesanwaltschaft ermöglichen, die Rolle staatlicher Sicherheitsbehörden einer strafrechtlichen Aufklärung zu entziehen?

Isabella Greif und Fiona Schmidt haben Politikwissenschaften in Marburg und Berlin studiert und erhielten Anfang 2017 ihren Master-Abschluss in den Gender Studies von der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrer gemeinsamen Masterarbeit beschäftigten sie sich mit "Staatsanwaltschaftlichem Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt".

Vortrag mit anschließender Diskussion.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV, des Bundes deutscher Pfadfinder*innen MV und des Arbeitskreises kritischer Jurist!nnen Greifswald

Vortrag „Wider die Todesstrafe – Normative und empirische Argumente für die Abschaffung“

Am Mittwoch, den 29.11.2017, hält Prof. Dr. Stefan Harrendorf einen Vortrag im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Veranstaltung wurde vom AKJ Greifswald organisiert und findet im Rahmen der Kampagne „Cities for Life – Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Der Vortrag erörtert aus empirischer und normativer Sicht Argumente gegen die Todesstrafe. Nach einer kurzen Darstellung der Rechtswirklichkeit im Jahr 2017 widmet sich der Beitrag zunächst aus empirischer Sicht den Ergebnissen zur (bescheidenen) Abschreckungswirkung der Todesstrafe sowie dem in Befragungen messbaren Verlangen von Teilen der Bevölkerung nach dieser Sanktion. Nach einer kritischen Würdigung der vorgestellten Daten diskutiert der Referent die Todesstrafe aus völker- und menschenrechtlicher Sicht. Es wird erörtert, warum die Todesstrafe gegen die Menschenwürde und das Gebot schuldangemessenen Strafens verstößt.

29.11.2017, 19 Uhr

"Ware Frau - Prostitution: (k)ein Problem" Film+Diskussion zum Thema Prostitution Dienstag 28.5.2013 um 19.30 im Hermann

Flyer Ware Frau

 

 

 

 

 

  Der AKJ lädt am Dienstag den 28. Mai 2013 in die Brasserie Hermann (Gützkower Str. 1) zu einer Veranstaltung zum Thema "Ware Frau - Prostitution: (k)ein Problem"

Einlass ist ab 19.30 Beginn um 20.00, Die Veranstaltung ist kostenlos.

Es soll zunächst ein Film gezeigt werden und im Anschluss besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Zum Film: Die Autor*innen Katrin Eckert und Lukas Roegler sind nach Nigeria gereist und erzählen die persönlichen Geschichten von Frauen, deren Traum von Europa in deutschen Bordellen endete. Sie sprachen auch mit Polizisten und zeigen, warum der deutsche Rechtsstaat im Kampf gegen den nigerianischen Menschenhandel oft versagt. (Länge: 44:20 MinutenErscheinungsdatum: Mai 2013)

Zur Referentin: Frau Asbrock arbeitet für den Zora-Rat in Schwerin dessen Ziel es ist,dass in Mecklenburg- Vorpommern Opfer, die von Menschenhandel und/oder Zwangverheiratung betroffen oder bedroht sind, die Möglichkeit zur Beratung, Betreuung und Unterstützung erhalten. Sie wird nach dem Film Fragen beantworten und einen Einblick in die Situation und Probleme vor Ort geben.

Zur Veranstaltung: Die Veranstaltung soll dazu dienen Interessierten einen Einblick in das Problem der (Zwangs-)Prostitution insbesondere in Deutschland zu geben. Dabei soll es unter Anderem darum gehen, wie es sich ausgewirkt hat, das in Deutschland 2002 Prostitution legalisiert wurde während in anderen Ländern wie Schweden ein Modell die Freierkostenlos. sich strafbar machen. Dies hatte enormen Einfluss auf die Anzahl von sich prostituierenden Menschen in Deutschland und auch hinsichtlich der Kontroll- und Verfolgungsmöglichkeiten der Polizei führte die Legalisierung zu erheblichen Problemen. Ferner soll der Zusammenhang von Prostitution und Menschenhandel aufgezeigt werden und ein Einblick in die Schicksale von Frauen welche als Opfer von Menschenhandel in deutschen Bordellen gelandet sind gegeben werden. In der Öffentlichkeit wird durch die Legalität von Prostitution oftmals der Eindruck erweckt, das die Anbietung von sexuellen Dienstleistung freiwillig erfolge, obwohl min. 90% der sich prostituierenden Menschen in Deutschland sich in verschiedenen Formen der Abhängigkeit befinden. Dies in das Bewusstsein der Menschen zu rufen und sie hierfür zu sensibilisieren ist Ziel der Veranstaltung.

Praxisworkshop Examen ohne Repetitor, 14.04.2012

Praxisworkshop Examen ohne Repetitor Samstag,14.04.2012

  • 11-16 Uhr
  • SR 109. Domstrasse 20

Anmeldung unter fsr-jura@uni-greifswald.de

mit Thorsten Deppner und Philip Rusche (Autoren des Buches "Examen ohne Repetitor")

Zusammen mit den Autoren des Buchs „Examen ohne Repetitor“, Thors­ten Depp­ner und Phi­lip Ru­sche, wol­len wir einen Work­shop ver­an­stal­ten, der auf viele Fra­gen rund um das Staats­ex­amen Ant­wor­ten lie­fern soll.

Wie grün­det man eine Lern­grup­pe?

Wie er­stellt man einen Lern­plan für das Staats­ex­amen?

Wel­che al­ter­na­ti­ven Lern­me­tho­den gibt es?

Wie kann man mit einem kri­ti­schen Blick das Staatsexamen bewäl­ti­gen ohne sich voll­kom­men der „herr­schen­den Mei­nung“ an­zu­pas­sen?

Der Work­shop ist dabei nicht nur für kom­men­de Ex­amens­kan­di­da­t_in­nen in­ter­es­sant, son­dern für alle Stu­die­ren­de, die ihr Stu­di­um in die ei­ge­nen Hände neh­men wol­len.!

Vortrag: Examen ohne Repetitor (neuer Termin) Di 17.1.2012 20.00 s.t.

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"Europa - sein Recht und dessen Eigenart", Vortrag von Prof. Uwe Wesel am 22.11. um 19 Uhr im Krupp-Kolleg

![]()Prof. Wesel wird zunächst die Grundthese  seines Buchs über die "Geschichte des Rechts in Europa" beschreiben. Diese lautet, dass seit der griechischen und römischen Antike die Eigenart des europäischen Rechts darin  besteht, dass ihr Fundament, die Trennung von Recht und Religion und Staat und Kirche gewesen sei. Auf diesem Fundament -  beschrieben mit einem berühmten Fall aus dem 17. Jahrhundert - entstanden allmählich in Europa Demokratie, Menschenrechte sowie wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher "Fortschritt". Ergänzend folgt ein Bericht über die drei außereuropäischen Rechtskreise, den chinesisch/japanischen, indischen und islamischen und abschließende ein kurzer Überblick über die Geschichte der europäischen Integration mit einigen Bemerkungen zu ihrer Zukunft. Uwe Wesel, 1933 in Hamburg geboren, studierte Klassische Philologie und Jura. Seit 1968 ist er (inzwischen emeritierter) Professor für Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der Freien Universität Berlin. Er ist anders als die meisten seiner juristischen Fachkolleg_innen über die Fachgrenzen hinaus bekannt. Er schreibt als freier Journalist regelmäßig (u.a.) für die ZEIT, die kritische Justiz und das Kursbuch. Dabei gelingt es ihm mit seinem ungewöhnlich lebendigen und anschaulichen Schreibstil sonst (oft) sehr trocken dargestellte Materien auch Nicht-Jurist_innen näherzubringen. Seit 2006 ist Uwe Wesel zudem als Rechtsanwalt tätig.

Examen ohne Rep - Vortrag am 21.11. um 20 Uhr

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ACHTUNG: Vortrag „Wie entstehen Machtverhältnisse? - Recht als Herrschaftsinstrument“ fällt leider aus

Leider muss der Vortrag mit Uwe Wesel am Montag dem 20.06. aus familiären Gründen ausfallen. Er wird aber nachgeholt. Haltet Augen und Ohren offen.

Vortrag: „Wie entstehen Machtverhältnisse? - Recht als Herrschaftsinstrument“ Mo 20.06.2011 20.00 uhr

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Wie entstehen Machtstrukturen? Der Vortrag soll aufzeigen, wie sich hierarchische Strukturen in einer egalitären Gesellschaft bilden und verfestigen konnten. Dabei soll insbesondere die Rolle des Rechts bei diesem bis heute andauernden Prozess kritisch beleuchtet werden. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.
 
Uwe Wesel, 1933 in Hamburg geboren, studierte Klassische Philologie und Jura. Von 1968 bis 2001 war er Professor für Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der Freien Universität Berlin. Er ist, anders als die meisten seiner juristischen Fachkolleg_innen, über die Fachgrenzen hinaus bekannt und schreibt als freier Journalist regelmäßig u.a. für die ZEIT, die Kritische Justiz und das Kursbuch. Dabei gelingt es ihm mit seinem ungewöhnlich lebendigen und anschaulichen Schreibstil sonst vielfach sehr trocken dargestellte Zusammenhänge auch Nicht-Jurist_innen näherzubringen. Seit 2006 ist Uwe Wesel zudem als Rechtsanwalt tätig.
 
 
Eintritt frei !

ACHTUNG: auf den Flyern und Plakaten steht teilweise noch die alte Uhrzeit (18.00) richtig ist: 20.00 s.t.