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Aus dem "NSU" gelernt? | AKJ GREIFSWALD

Aus dem "NSU" gelernt?

Am 11. März um 19 Uhr wird es einen Onlinevortrag und eine Diskussion mit dem Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter Alexander Hoffmann geben. Er wird den Prozess am OLG Frankfurt zum Mord an Walter Lübcke und zum Angriff auf Ahmed I. kritisch beleuchten.

Den Link zum Vortrag findet ihr ab Donnerstag hier.

Am 6. Januar 2016 wurde Ahmed I. vor der Kasseler Asylunterkunft von hinten überfallen und mit einem Messer niedergestochen. Er selbst vermutete ein rechtsextremes Motiv des Angriffs, diesen Verdacht äußerte er auch der Polizei gegenüber. Bei der Überprüfung potentieller Gewalttäter, die schon einmal wegen ähnlicher Delikte auffällig wurden, wurde auch der Rechtsterrorist Stephan Ernst durch die Polizei kontaktiert. Die Kontrolle endete mit der Aussage Ernsts, am Tattag freigehabt zu haben. Die Vermutungen und Hinweise Ahmed I.s wurden nicht weiter verfolgt. Erst drei Jahre später wurde der Rechtsextremist Stephan Ernst für die Tat an Ahmed I. angeklagt. Ernst hatte am am 2. Juni 2019 Walter Lübcke – CDU-Politiker und Kasseler Regierungspräsident – vor seinem Wohnhaus erschossen. Nach dieser Tat kam es zu einer Hausdurchsuchung, bei der ein Messer sichergestellt wurde, das als Tatwerkzeug für den Angriff auf Ahmed I. in Betracht kam und an dessen Klinge sich DNA-Spuren befanden, die auf die von Ahmed I. passten. Es waren jedoch nicht die Ermittlungsbehörden, die die Ermittlung in Bezug auf den Messerangriff ins Rollen brachten. Erst als Ahmed I. sich nach der Festnahme Stephan Ernsts an die Ermittler:innen wandte, wurde der Angriff vom Januar 2016 noch einmal neu verfolgt. Das Gericht sah im Verfahren jedoch keine zweifelsfreien Belege für eine Verurteilung Stephan Ernsts und sprach ihn in dieser Sache frei. Ahmed I., der im Verfahren durch Rechtsanwalt Alexander Hoffmann vertreten wird, will nun in Revision gehen.

Am 11. März 2021 ab 19 Uhr wird Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter Alexander Hoffmann über den bisherigen Prozess berichten. Über Sicherheitsbehörden, die nach wie vor durch institutionellen Rassismus geprägt sind und über den Staat, der sich weigert, dies anzuerkennen.